Wurzelspitzenresektion
Ablauf, Chancen und Risiken
Die Wurzelspitzenresektion (WSR)
Wenn eine Entzündung an der Zahnwurzel trotz einer sorgfältigen Wurzelkanalbehandlung nicht ausheilt, stellt die Wurzelspitzenresektion (WSR) oft die letzte Chance dar, den betroffenen Zahn zu erhalten. Bei diesem chirurgischen Eingriff entfernen wir die entzündete Wurzelspitze sowie das umliegende infizierte Gewebe, um eine dauerhafte Ausheilung des Knochens zu ermöglichen.

Der klassische Ablauf
Der Eingriff erfolgt ambulant unter örtlicher Betäubung und läuft in der Regel in folgenden Schritten ab:
1. Zugang schaffen: Das Zahnfleisch wird im Bereich der Wurzelspitze vorsichtig gelockert und beiseite bewegt, um den Kieferknochen freizulegen.
2. Abtragung des Knochens: Mit feinen rotierenden Instrumenten wird ein kleines Fenster im Knochen geschaffen, um direkten Zugang zur Entzündung und zur Wurzelspitze zu erhalten.
3. Kürzung der Wurzelspitze: Wir kürzen die Wurzel um wenige Millimeter und entfernen das entzündete Gewebe vollständig. 4. Verschluss und Naht: Nach einer gründlichen Desinfektion wird das Zahnfleisch zurückverlagert und mit feinsten Nähten verschlossen.
1. Zugang schaffen: Das Zahnfleisch wird im Bereich der Wurzelspitze vorsichtig gelockert und beiseite bewegt, um den Kieferknochen freizulegen.
2. Abtragung des Knochens: Mit feinen rotierenden Instrumenten wird ein kleines Fenster im Knochen geschaffen, um direkten Zugang zur Entzündung und zur Wurzelspitze zu erhalten.
3. Kürzung der Wurzelspitze: Wir kürzen die Wurzel um wenige Millimeter und entfernen das entzündete Gewebe vollständig. 4. Verschluss und Naht: Nach einer gründlichen Desinfektion wird das Zahnfleisch zurückverlagert und mit feinsten Nähten verschlossen.
Warum wir bei den oberen großen Backenzähnen (6er und 7er)zur Zurückhaltung raten
Als qualitätsorientierte Praxis wägen wir den Nutzen und die Risiken jedes Eingriffs streng ab. Wissenschaftliche Großstudien zur Versorgungsrealität belegen eindeutig, dass die Zahngattung der entscheidende Erfolgsfaktor bei einer WSR ist [1]. Während Frontzähne hervorragende Langzeitprognosen aufweisen, fallen die klinischen Erfolgsquoten bei den oberen großen Backenzähnen (6er und 7er) in der klassischen Zahnchirurgie statistisch deutlich ab – oft auf unter 60 % [2]. Dafür gibt es zwei wesentliche anatomische Gründe:
1. Das erhöhte Blutungsrisiko am Gaumen
Obere Molaren besitzen in der Regel drei Wurzeln. Eine davon – die palatinale Wurzel – verläuft steil nach innen in Richtung Gaumendach. Ist diese Wurzel von der Entzündung betroffen, muss der chirurgische Zugang zwingend von der Gaumenseite her erfolgen. Am Gaumen verläuft die große Gaumenarterie (Arteria palatina major). Ein Eingriff in diesem Areal birgt von Natur aus ein erhöhtes Risiko für intraoperative oder postoperative Nachblutungen. Zudem ist die Wundheilung am Gaumen aufgrund der mechanischen Belastung beim Essen langwieriger, weshalb nach der Operation häufig das Tragen einer speziellen Kunststoff-Schutzplatte notwendig wird.
2. Extrem komplexe Mikro-Anatomie (Der MB2-Kanal)
Die oberen 6er und 7er verfügen über hochkomplexe, verzweigte Kanalsysteme. In der großen Mehrheit der Fälle existiert ein versteckter, vierter Kanal (der sogenannte MB2-Kanal). Bei einer klassischen WSR mit bloßem Auge ist dieser extrem feine Kanal praktisch unsichtbar. Bleibt er unversiegelt, verbleiben Bakterien im Zahn und die Entzündung kehrt nach kurzer Zeit zurück.
Unser Qualitätsplus: Maximale Präzision (Private Zuzahlung)
Um die Erfolgschancen einer WSR an allen anderen Zähnen (Frontzähnen sowie den vorderen Backenzähnen) signifikant zu steigern, bieten wir Ihnen in unserer Praxis ein hochmodernes, mikrochirurgisches Behandlungsprotokoll als zubuchbare Wahlleistung an. Durch den gezielten Einsatz modernster Verfahren lässt sich die Erfolgsquote bei den dafür geeigneten Zähnen laut internationaler Studienlage auf über 85 bis 90 % anheben:
Präzision unter Vergrößerung (Lupenbrille): Durch den Einsatz einer stark vergrößernden Lupenbrille und optimaler Ausleuchtung können wir feinste anatomische Nebenstrukturen überhaupt erst strukturell erkennen und gezielt reinigen.
Bakteriendichter Verschluss mit MTA: Nach der Kürzung der Wurzel versiegeln wir den verbleibenden Kanal von unten (retrograd) mit Mineral Trioxide Aggregate (MTA). Dieser biokompatible Spezialzement ist absolut feuchtigkeitsresistent, dichtet das Kanalsystem mikroskopisch exakt ab und fördert aktiv die Regeneration des körpereigenen Knochens.
Da diese zeitaufwendigen, mikrochirurgischen Verfahren und Spezialmaterialien nicht im regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind, rechnen wir diesen Qualitätsvorsprung transparent über eine private Zuzahlung mit Ihnen ab.
Präzision unter Vergrößerung (Lupenbrille): Durch den Einsatz einer stark vergrößernden Lupenbrille und optimaler Ausleuchtung können wir feinste anatomische Nebenstrukturen überhaupt erst strukturell erkennen und gezielt reinigen.
Bakteriendichter Verschluss mit MTA: Nach der Kürzung der Wurzel versiegeln wir den verbleibenden Kanal von unten (retrograd) mit Mineral Trioxide Aggregate (MTA). Dieser biokompatible Spezialzement ist absolut feuchtigkeitsresistent, dichtet das Kanalsystem mikroskopisch exakt ab und fördert aktiv die Regeneration des körpereigenen Knochens.
Da diese zeitaufwendigen, mikrochirurgischen Verfahren und Spezialmaterialien nicht im regulären Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten sind, rechnen wir diesen Qualitätsvorsprung transparent über eine private Zuzahlung mit Ihnen ab.
Wissenschaftlicher Quellennachweis
[1] Raedel, M. et al. (2015): Three-year outcomes of root-end resections based on insurance data. International Endodontic Journal, 48(8), 798–807.
[2] Song, M., Kim, E. (2012): A prospective randomized controlled study of mineral trioxide aggregate and superEBA as root-end filling materials in endodontic microsurgery. Journal of Endodontics, 38(7), 875–879.
[3] Setzer, F. C. et al. (2010): Outcome of endodontic surgery: a meta-analysis of the literature - Part 1: Comparison of traditional root-end surgery and endodontic microsurgery. Journal of Endodontics, 36(11), 1757–1765.
[2] Song, M., Kim, E. (2012): A prospective randomized controlled study of mineral trioxide aggregate and superEBA as root-end filling materials in endodontic microsurgery. Journal of Endodontics, 38(7), 875–879.
[3] Setzer, F. C. et al. (2010): Outcome of endodontic surgery: a meta-analysis of the literature - Part 1: Comparison of traditional root-end surgery and endodontic microsurgery. Journal of Endodontics, 36(11), 1757–1765.
